Gelbe Schule bei hochkarätigem Kongress "Leadership in der Lehrerbildung" in Berlin

Alle Fotos von Tobias Rücker/sdw

 

Die Stiftung der deutschen Wirtschaft und die Robert Bosch Stiftung haben die enorme Wichtigkeit einer pädagogischen Haltung und deren Lehrbarkeit erkannt.

Aus diesem Grund haben sie das 9. Forum „Leadership in der Lehrerbildung“ in die Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in Berlin unter das Motto „Auf die Haltung kommt es an“ gestellt.

Als Leuchtturmprojekt aus der Praxis haben die beiden Stiftungen dazu „Gelbe Schule“ zu einem Workshop  nach Berlin geladen.

In ihrem interessanten Einführungsvortrag erläuterte Prof. Dr. Claudia Solzbacher nicht nur die Wichtigkeit von Haltungen, sondern bezog sich maßgeblich auf die PSI Theorie von Julius Kuhl. Diese liefere die zur Pädagogik wichtigen psychologischen Grundlagen und unterstreiche die Lehrbarkeit. Spätestens seit der Hattie Studie weiß man, so Frau Prof. Solzbacher, wie wichtig Haltungen sind und sie freut sich, dass der Grundgedanke der Tagung dies in den Mittelpunkt stellt. Führungskräfte in der freien Wirtschaft, aber besonders Schulen und Ausbildungseinrichtungen brauchen, so Solzbacher, Menschen mit starken Persönlichkeiten und wertvollen Haltungen, um den Mitarbeitern, Kollegien und vor allem den Kindern eine Atmosphäre gelingenden Lernens und Arbeitens bieten zu können.

Als wunderbares Praxisbeispiel führt Frau Prof. Solzbacher mehrmals in ihrem Vortrag die „Gelbe Schule“  an, die es auf nachhaltige Weise belegt, dass Haltungen in der Praxis bei Lehrkräften, Jugendlichen und Menschen aus verschiedenen Berufssparten nicht nur lehrbar, sondern auch lernbar  sind.

Beeindruckt waren die Teilnehmer des Kongresses von den hervorragenden Ergebnissen einer wissenschaftlichen Untersuchung der „Niederalteicher Coachingtage“, die wesentlicher Bestandteil der „Gelben Schule“ sind. Diese Untersuchung wurde vom Institut für Psychologie an der Universität Regensburg durchgeführt und zeigt u.a. die enorme Nachhaltigkeit und die hohe Resistenz bei starkem Stress bei den TeilnehmerInnen an den Niederalteicher Coachingtagen. Die Teilnehmer können u.a. mit Veränderungen besser und stressfreier umgehen und ihre Stimmungen besonders in Drucksituationen besser regulieren, welches wiederum den eigenen Selbstwert nachhaltig stärkt. Diese Untersuchung wurde mit 62 Personen ein Jahr nach der Teilnahme durchgeführt.

 

Dazu kommt eine weitere Untersuchung der Universität Passau, die ebenfalls die Wirksamkeit der Lehrerpersönlichkeit als Faktor gelingenden Unterrichts gemessen hat und diesen in Zusammenhang mit der Haltung „Gelber Schule“ als hoch wirksam einstuft. Teilnehmer der Coachingtage sind in der Lage den Kindern in höherem Maße „sichere Verbindung“ zu geben und somit die Basis erfolgreichen Lernens zu schaffen. Diese Lehrkräfte sind besser in der Lage Unterrichtstörungen aus der Sicht der jeweiligen Schülerpersönlichkeit zu verstehen und adäquater damit umzugehen.

 

Wie immer waren auch zum diesjährigen Forum zahlreiche Vertreter aus vielen Ministerien und Bildungseinrichtungen in Deutschland zu Gast, die sich für den  wissenschaftlichen Ansatz von „Gelber Schule“ interessierten. „Gelbe Schule“ fand  so in vielen guten Gesprächen und Workshops in Berlin nachhaltigen Anklang.

Mit den Worten „Großartig, dass Sie beide am Forum so herzlich und kompetent teilgenommen haben. Sie waren ein echter Gewinn für uns alle“, verabschiedete sich der Leiter der Tagung Jürgen Mense von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft von Stefan Schmid und Erwin Müller und bedankte sich herzlich für die Teilnahme.